Zum Inhalt springen
Startseite » Blog » Eine Geschichte in 6 Worten: Mein Motto für 2024

Eine Geschichte in 6 Worten: Mein Motto für 2024

Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Newsletter „Care-Pakete“.

Heute ist es endlich so weit, ich teile mit euch meinen „Leitstern“ für 2024.
Diesmal ist der Newsletter etwas länger – pick dir raus, was dich interessiert oder nimm ihn dir gemütlich mit aufs Sofa oder in die Badewanne 😊

Letzte Woche habe ich erzählt, warum ich 2023 ein Wort (oder 3) für das Jahr gewählt habe, anstatt ein Ziel oder einen Vorsatz vorzugeben.

Und weil ich damit so gute Erfahrungen gemacht habe, wähle ich dieses Jahr direkt 6 Wörter, die mir als Kompass dienen sollen – was soll der Geiz? 🤣

Ein gutes Gefühl, schon unterwegs

Nochmal kurz zur Erinnerung: Anders als ein Vorsatz, bei dem es darum geht, etwas bestimmtes zu erreichen, möchte ich, dass mich mein Wort des Jahres schon unterwegs unterstützt.

Genau wie die Selbstständigkeit sind auch Selbstfürsorge und persönliche Entwicklung kein Prozess, den man nicht einfach abhaken kann: Einmal gemacht und fertig für das Jahr ✔
So wie man auch nicht sagen kann: Super, im Februar hab ich bereits alle Kalorien für dieses Jahr zu mir genommen, Ziel erreicht, fertig! (Auch wenn ich manchmal einen Schokoladenkonsum habe, der diesen Schluss rechtfertigen könnte 😅 )

Meine Intention für dieses Jahr ergibt sich direkt aus dem Wort für 2023 – kannst du es erraten?

Ok, ich gebe zu, die Herleitung ist ziemlich nerdig 🧠 Aber vielleicht konnte ich dich ja inzwischen schon so für unser faszinierendes Nervensystem begeistern, dass du meine Freude teilen kannst :

Wenn wir uns emotional sicher und mit mit uns selbst gut verbunden fühlen, wechselt unser System in einen Schaltkreis, in dem wir von Natur aus neugierig, mitfühlend, mutig, kreativ und zuversichtlich sind (für alle, die es genau wissen wollen: Der ventrale Vagus-Ast wird aktiviert. Ich nenne das die Rückkehr in unsere natürliche Komfortzone.)

Wenn dann noch eine gewisse Herausforderung dazu kommt, geschieht etwas in unserem Nervensystem, das im Tierreich einmalig ist! Während dieses Verhalten bei allen anderen Tieren relativ früh verschwindet, hat der Mensch sich über sein ganzes Leben etwas einzigartiges bewahrt: Den Spieltrieb.

Genau diese Mischung aus Sicherheit, Mut und Spaß ist es, die Kinder unfassbar schnell lernen lässt.

Als Erwachsene kennen wir das doch auch: Sachen machen dann am meisten Spaß, wenn sie weder zu langweilig noch zu stressig sind.

Egal wie alt: Menschen spielen gerne herausfordernde Spiele!

Geschafft! Wenn Mut zu Freude wird

Im Laufe meiner Selbstständigkeit habe ich mich vielen Herausforderungengestellt, für die ich mutig sein musste:Ich habe mir erlaubt, aus der therapeutischen Welt auszusteigen und hatte Angst, dass das als Versagen gewertet werden könnte.
Als ich zum ersten Mal Zielgruppen-Interviews geführt habe, um ein Gefühl zu bekommen, ob mein Angebot überhaupt interessant ist für sensible Selbstständige, hatte ich Angst vor Ablehnung.Als ich das erste Mal eine Rechnung über eine größere Summe ausgestellt habe, befürchtete ich, dass die Klientin doch noch einen Rückzieher macht.All diese Momente waren für mein Nervensystem extrem aufregend!
Und: All diese Dinge sind VIEL besser gelaufen, als ich zuerst befürchtet habe!

Ein echter Motivationsbooster: Wenn Mut belohnt wird und anfängt, Spaß zu machen.

Die nächsten Schritte sollen Spaß machen!

Ich will aber auch nicht verheimlichen: Das Mutigsein hat mich oft echt viel Kraft gekostet.
Inzwischen habe ich ein solides Fundament aufgebaut und muss nicht mehr alles zum ersten Mal machen. Mein Jahr 2024 fühlt sich trotzdem oft unvorhersehbar an. Es ist normal, dass mein Nervensystem darauf erstmal mit erhöhter Aufmerksamkeit und Nervosität reagiert.Darum ist mir vor allem eins wichtig: Dass ich unterwegs Spaß habe, kleine Erfolge wahrnehme und feiere – und so motiviert bleiben und Kraft tanken kann.

2024 möchte ich möglichst oft in der Spiel-Zone bleiben: Dem Sweetspot, in dem es für mich spannend, aber nicht überwältigend ist. In der ich mich herausfordere, aber trotzdem innerhalb gesunder Grenzen bleibe.

Dran bleiben, auch wenn es knifflig wird: Der Reiz der Spielzone

Elaine Aron, die als erste Forscherin Studien über Hochsensibilität veröffentlichte, beschreibt zwei Bereiche, in denen das hochsensible Gehirn unter Stress gerät:

1. Wenn es reizüberflutet ist und alles zu viel wird (Überstimulation).
2. Aber auch, wenn es zu lange unterfordert ist, es ZU ruhig, ZU einsam oder ZU langweilig ist, zum Beispiel weil wir uns zu sehr schonen, uns nichts zutrauen und uns zu lange einigeln (Unterstimulation).

Den Bereich in der Mitte würde ich als die Spiel-Zone beschreiben. Hier fühlen wir uns wohl, haben angenehmen Kontakt mit Menschen, die uns gut tun und beschäftigen uns mit etwas, das uns herausfordert, Sinn gibt, aber nicht in die Überforderung katapultiert.

Ende des Jahres entdeckte ich den englischsprachigen Trend der „6 Word Memoirs“Eine ganze Geschichte in nur 6 Worten zu erzählen. Das hat meinen Spieltrieb geweckt, und so kam am Ende folgendes Motto für 2024 heraus:

Play to Grow. Grow to Play.

Ich möchte mit Spaß und Neugier neue Dinge ausprobieren und daran wachsen. Und ich möchte im Blick behalten, dass ich durch dieses Wachstum vielleicht bald neue Spiele oder neue „Level“ spielen kann, dir mir heute vielleicht noch unvorstellbar oder viel zu schwer vorkommen.

Spielen klingt so leicht…

Vielleicht spricht es dich an, Dinge spielerischer anzugehen.

Oder du denkst: Maren, schön dass du Spaß hast, aber in meinem Leben als hochsensible Mutter mit anstrengendem Business hab ich keinen Nerv, mir auch noch anzuhören, dass ich bitte Spaß dabei haben soll. Ich geh jetzt schon am Stock!

I feel you. So ging es mir jahrelang. Und auch heute erwische ich mich oft bei dem Gedanken, dass ich lieber „etwas vernünftiges machen“ sollte, während die Kinder spielen – anstatt mich einfach dazu zu setzen.

Genau deshalb kann ich dir überzeugt sagen: Wenn das Nervensystem sich reguliert, ändert sich unsere ganze Wahrnehmung. Und dann wird es viel leichter, Momente des Spielens überhaupt zu erkennen und Lust darauf zu haben!

Mehr dazu erfährst du in meinem Minikurs „Wegweiser zum Aufblühen“. Oder du bleibst einfach dran. Denn wie ich das in der Realität umsetze, teile ich natürlich zuerst mit euch, meinen lieben Care-Paket LeserInnen.

Und jetzt, geh raus und finde was zum Spielen – das ganze Wochenende liegt vor dir!

Dieser Artikel erschien zuerst in meinem Newsletter.
Jeden Freitag verschicke ich liebevolle Care-Pakete  für eine Extraportion Selbstfürsorge und natürliches Selbstvertrauen im Alltag.
Möchtest du sie auch bekommen?
Dann trage dich hier ein:

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert