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Weite – mein Wort des Jahres für 2026

Seit vier Jahren wähle ich für mich ein „Wort des Jahres“. Anders als konkrete Ziele ist das Wort des Jahres für mich ein Nordstern, ein Kompass, der mich mit meinen Werten verbindet. Es verbindet mich mit meinen Werten und erinnert mich auf meinem Weg daran, wie ich mich fühlen möchte. Mein Wort ist auch gleichzeitig meine Herausforderung für das Jahr: Etwas, an dem ich wachsen darf und das sich über die Monate immer wieder mit neuem Leben und neuer Bedeutung für mich füllt.

Schluss mit „Müssen nur wollen!“

Mein Wort des Jahres steht für sich. Aber wie in einer Aufwärtsspirale baut jedes neue Wort oder Motto auf die vorherigen auf, schließt sie mit ein und fügt nur noch einen weiteren Jahresring hinzu. So geht es mir auch dieses Jahr.

In den letzten Jahren waren meine Leisterne für das Jahres:

2023: Brave = grounded in safe . In diesem Jahr stand für mich mutiges Selbstmitgefühl an erster Stelle. Ich habe mein Coaching-Angebot von Präsenz auf Online umgestellt. Meine Herausforderung: Mutige Schritte zu gehen, aber dabei unterstützend zu mir selbst zu sein und meine Sensibilität zu achten.

2024: Play to Grow, Grow to Play . Je sicherer ich mich fühlte, desto mehr erwachte in mir die Lust zum Spielen, Experimentieren, auszuprobieren. Sowohl im Business als auch mit neuen Hobbies, Freundschaften und neuen Rollen im Familiengefüge.

2025: Track Joy: Der Freude auf der Fährte . 2025 habe ich damit experimentiert, Dinge, die für mich nicht passen, nicht zu lange zu verfolgen, sondern mutiger loszulassen und schneller zu fragen: Was bringt mir wirklich Freude?

Was all diese Mottos gemeinsam haben? Sie ermutigen uns stärken mich, auf meine innere Weisheit zu hören, nicht zu streng zu mir zu sein. Sie nehmen Druck raus und erlauben mir, meine Grenzen und meine Energie zu schützen und aufzufüllen, damit ich gesund und fröhlich für mich, meine Familie und meine Klienten da sein kann.

So finde ich mein Wort des Jahres

In der Zeit zwischen den Jahren, noch bevor ich meine Jahresplanung mache oder neue Ziele definiere, höre ich nach innen. Und irgendwie formt sich jedes Jahr ein Wort oder ein Motto, das mich besonders berührt. Ich nehme es ein paar Tage mit, probiere es an, schaue, wie es sich anfühlt. Und wenn ich das richtige gefunden habe, spüre ich diese besondere Mischung: Ruhe, Klarheit, Vorfreude. Und ganz viel Raum, innere Weite: Im Herzen, in meinem Denken, im Bezug auf das neue Jahr. Aber auch im Körper: In den Schultern, im Brustkorb, im oft verspannten unteren Rücken. Sogar die Oberschenkel lassen plötzlich locker, wo ich die Anspannung vorher gar nicht bewusst wahrgenommen habe.

Genau daran spüre ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Mein Körper ist wie ein Kompass: Er zeigt mir mit subtilen Zeichen, was für mich stimmig ist.

Dieses Jahr habe ich besonders stark gefühlt, dass ich im Januar noch nicht voll durchstarten möchte. Dass ich noch etwas Zeit brauche, um in diesem Jahr anzukommen. Mich innerlich auszurichten. Auf den inneren Kompass zu hören.

Zu sehen, wie andere ihre Programme starten oder auch mir selbst zu überlegen, an welchen Fortbildungen, Masterminds oder ähnlichem ich teilnehmen könnte, hat jedes Mal einen unangenehmen Druck in mir ausgelöst. Eine Enge, ein Gefühl, mich beeilen zu müssen, um nichts zu verpassen.

Und plötzlich wurde mir klar: Mein Leitstern für dieses Jahr ist das genau das Gefühl, das ich haben möchte, wenn ich eine richtig gute Entscheidung treffe: Das Gefühl von Weite. Eine innere Offenheit für das, was kommt. Das Gefühl, die Hände zu öffnen und auszustrecken, anstatt die Arme innerlich zu verschränken oder mich zu wappnen.

Und so war klar: Mein Wort des Jahres wird „Weite“.

Mein Wort des Jahres ist mein innerer Kompass für unterwegs

So möchte ich 2026 konkret mehr Weite erleben

Meine konkreten ersten Schritte für mehr Weite im neuen Jahr:

Zeit schaffen

Mehr Weite bedeutet für mich im Januar, dass ich mich bewusst Zeiten im Kalender eintrage, in denen ich dieses Gefühl kultiviere. In denen ich mich Zeit nehme, zurück zu schauen oder mich einfach auszuruhen. Dass ich bis Mitte Februar keine neuen 1:1 Klient*innen annehme.
In dieser Zeit schreibe ich mir Briefe von der Stimme bedingungsloser Freundlichkeit, gehe spazieren, fahre unter der Woche vormittags in die fast leere Sauna, mache Yoga oder Cantienica – je nachdem, was sich in dem Moment für mich richtig anfühlt.

Ziele noch bewusster formulieren

Ich freue mich, dass mein Wort des Jahres mich noch vor meiner Jahresplanung gefunden hat. Jetzt werde ich bei der Planung für 2026 noch bewusster darauf achten, welche Ziele auch beruflich bei mir ein Gefühl von Weite auslösen. Und welche vielleicht toll klingen, aber eher von meinen inneren Antreiber oder Perfektionisten stammen, als von meinen wirklichen Werten und Bedürfnissen.

Rich Roll und Mark Manson haben in ihrer Unterhaltung unterschieden zwischen Value-based-Goals und Vanity-Goals: Werte-Basiert vs. „Eitelkeits-Ziele“. Erstere tragen uns durch, auch wenn es manchmal anstrengend, herausfordernd oder beängstigend ist, ihnen zu folgen. Zweitere klingen zwar beeindruckend und geben uns das Gefühl, mithalten zu können oder so, verpuffen aber schnell, weil sie uns nur Energie kosten, aber keine zurück geben. Beispiel: Ein Vanity Goal könnte es sein, eine besonders fancy neue Sportart auszuprobieren, weil das alle in meiner Clique grade toll finden, oder ein bestimmtes Einkommen zu erreichen.
Ein werte-basiertes Ziel wäre es, mich in meinem Körper glücklich und gesund zu fühlen, Energie für meinen Alltag zu haben, oder durch mein Einkommen meine Familie und Organisationen zu unterstützen, die mir am Herzen liegen. Beides kann am Ende auf das gleiche Verhalten hinauslaufen, fühlt sich aber ganz anders an.

Mit meinem Weite-Detektor möchte ich meine Ziele so formulieren, dass sie meine Werte wiederspiegeln und mir ein positives inneres Kribbeln oder ein Gefühl von Frieden schenken, wenn ich daran denke.

Innere Weite als „guiding principle“

Ich möchte mich von meinem Wort herausfordern lassen, dort weiter und weicher zu werden, wo ich ich sonst unbewusst kritisch über mich selbst und andere urteile, krampfhaft versuche, Dinge zu kontrollieren oder mich selbst einenge und blockiere. Ich möchte das Gefühl von Weite nicht nur für mich leben – ich wünsche mir, dass auch die Menschen um mich herum diese Weite spüren, wenn wir uns begegnen.
Ein Guiding principle, ein Prinzip das mich leitet und führt, wie ein Guide: Das soll das Gefühl von Weite 2026 für mich sein.

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