Zum Inhalt springen
Startseite » Blog » Frühlings-Müdigkeit? 7 sanfte Ideen für Tage mit wenig Energie

Frühlings-Müdigkeit? 7 sanfte Ideen für Tage mit wenig Energie

Es gibt diese Tage. Da wacht man schon müde auf. 
Ausgerechnet an dem Tag hat das Kind einen 20minütigen Meltdown, weil es nicht 5, sondern nur EIN Spielzeug zum besonderen „Spielzeugtag“ im Kindergarten mitnehmen darf.

Das war mein Morgen heute. Doch es wurde noch besser.

Kaum saß ich am Laptop, streikte das Internet. Dann ließ sich der Browser nicht schließen. 
JEDES. Einzelne. Offene. Fenster. verhinderte einen Neustart.

Ich spürte, wie mein innerer Roy Kent sich bereit machte, die Teamführung zu übernehmen.
(Guckst du auch Ted Lasso? Ich finds so gut, obwohl ich es ewig nicht anschauen wollte).

„Na gut“, dachte ich, „dann schnippel ich mir erstmal ein bisschen Obst“, denn von Stress bekomme ich Hunger. 
Weil ich aber tausendmal klicken musste, um den Laptop neu zu starten, wurde das Touchpad klebrig von meinen Obstsaft-Fingern.

Du ahnst es schon… 😱

Ich startete den Laptop neu, wischte alles vorsichtig sauber und grinste über meinen inneren Roy Kent.

Manchmal ist das, was wir brauchen, ein Anti-Klimax. 

Der Moment, an dem es richtig übel werden könnte – aber stattdessen besser wird.

Dass es heute so lief, war nicht nur ein glücklicher Zufall. Ich habe nach dem Meltdown gezielt dafür gesorgt, dass der Tag besser wird.

Hier sind meine Strategien, die sich auch an miesen Tagen mit wenig Energie umsetzen lassen.

Vielleicht ist ja auch was für dich mit dabei:

Schlaf ist die wichtigste Selbstfürsorge. 
Du kennst das vermutlich: Ein Tag nach einer guten Mütze Schlaf ist du überhaupt nicht zu vergleichen mit dem müden, anstrengenden Gefühl nach einer kurzen oder unruhigen Nacht .
 

(Ich weiß aus Erfahrung, dass man Leute gerne vors Schienbein treten möchte, wenn sie das sagen, während man selbst gerade nicht genug schläft: Weil man Sorgen hat, Hormone oder Kinder. Lies trotzdem weiter…)

Vor kurzem schrieb Tarzan Kay in ihrem (übrigens sehr empfehlenswerten) Newsletter, dass sie versucht „bei Schlaf so diszipliniert zu sein, als wäre es mein Beruf“.

Das hat mich ins Nachdenken gebracht – denn ohne Schlaf (oder zu wenig) leidet bei mir alles – auch mein Beruf!

Eigentlich könnten wir jetzt aufhören, weil dieser erste Schritt so grundlegend ist.
Wahrscheinlich lösen sich alle weiteren Probleme recht schnell oder sehen zumindest weniger schlimm aus, wenn du ein Nickerchen machst und um 21 Uhr das Licht ausknipst.

Trotzdem hab ich noch ein paar andere Ideen, wie du einen miesen Tag umdrehen kannst. Also tritt mich bitte noch nicht 😅

Sorg‘ gut für dich – mit allen fünf Sinnen.  Signalisiere deinem Nervensystem auf mehreren Ebenen, dass es sicher ist und sich entspannen darf. So findet es leichter zurück in die Balance und den Flow.

Quick Check:

  • Ist es hell genug?
  • Hörst du etwas angenehmes? (Ich hab grade Japanischen Jazz aus den 70ern für mich entdeckt)
  • Sind deine Klamotten bequem?
  • Was riechst du? 
    (Der Duft von Zimt oder einem Parfum, das ich selten trage, geben mir das Gefühl, dass der Tag besonders schön wird.)

Das fällt mir überraschend schwer. Deshalb stelle ich mir morgens eine ganze Kanne Tee oder eine volle Flasche Wasser an den Schreibtisch. Sonst vergesse ich stundenlang, mein Glas aufzufüllen.

Eine Kollegin stellte sich in unserer Praxis immer 5 volle Gläser in die Küche – und trank in jeder Pause eins. Wasser, versteht sich 😄

An miesen Tagen denken wir gern, dass alle anderen immer super produktiv sind und nur du wieder in den Seilen hängst. 

Aber es ist es realistischer (und angenehmer!), davon auszugehen, dass jeder Mensch solche Schwankungen hat. Sie sind völlig normal und natürlich. Und das verbindet dich mit jedem anderen Menschen auf dem Planeten. (In der Psychologie nennen wir diesen Gedanken „shared human experience“).

Anstatt auf das zu schauen, was du alles nicht geschafft hast, sei stolz auf das, was trotz der Widrigkeiten heute möglich war.

Ein paar Minuten am Morgen, Mittag und Abend unter freiem Himmel zu sein macht beim aktuellen Wetter nicht nur gute Laune, sondern bringt auch unsere innere Uhr in den richtigen Rhythmus. Wir bilden Melanin und Vitamin D, das uns am Tag wach hält und nachts beim Schlafen hilft. Dazu muss nicht die Sonne scheinen, auch an einem wolkigen Tag ist die Intensität des Lichts draußen bis zu 100x höher als in hellen Innenräumen.

Egal, was man über Frauen sagt: Multitasking ist für jedes Gehirn anstrengend. Jede Unterbrechung kostet uns überraschend viel Energie.

Such dir also eine Sache aus, auf die du dich konzentrierst. 
Am besten etwas, das dich am Ende stolz macht oder bei dem du morgen froh bist, dass du es schon erledigt hast: Das ist heute dein Powermove.

Halte Ablenkungen so gering wie möglich. 
Schalte dein Mailprogramm aus. 
Logg dich aus Social Media Accounts aus.

Parke dein Handy stumm außerhalb der Sichtweite. 
Allein, es neben dir liegen zu sehen, lenkt ab. 
Wenn nötig, programmiere Notfallnummern ein, die klingeln, auch wenn du das Handy stumm schaltest (bei mir ist das zB. die Kita, für den Notfall).

Mache Aufgaben auf Social Media erst, wenn du deinen Powermove fertig hast. Zumindest zu 70%, weil wir heute nicht so streng sind.

Donnerstags bin ich im virtuellen Co-Working mit meiner Mastermind. Wir tauschen uns kurz aus und dann arbeitet jede still für sich, aber im gemeinsamen Zoom Raum.
Aber auch

  • netter Smalltalk
  • jemandem auf deinem Spaziergang anzulächeln
  • oder dir eine extra lange Umarmung von deinem Partner oder einem anderen lieben Menschen zu holen,

bringt unser Nervensystem in den verbundenen Modus (aktiviert das „Social Engagement System“), in dem wir Menschen uns instinktiv am wohlsten fühlen.


Ich war gestern früh im Bett und hab vorher sogar mal wieder ein bisschen Yoga gemacht. (Nachdem ich in letzter Zeit oft länger wach war, als ich es mir vorgenommen hatte. Wegen Ted Lasso.)

Nach dem Meltdown brachte ich mein schmollendes Kind samt Playmobil-Auto im Sonnenschein zur Kita. Zählt als Spaziergang.

Ich hab mich bewusst für eine weiche Hose entschieden statt Jeans.

Ab 9 war ich im Coworking mit Kolleginnen, die Freundinnen geworden sind. Davor habe ich bewusst eine Pause gemacht und mir erlaubt, es heute sanft anzugehen.

Ich hörte im Hintergrund besagten Japan-Jazz, hatte eine volle Kanne Tee am Schreibtisch stehen, frisches Obst (nächstes Mal keine Birnen… 🍐😄) UND Kaffee mit Milchschaum und Zimt.

Ich hatte einen klaren Powermove vor Augen (diese Mail schreiben). 

Und ich hab ein bisschen gemogelt und mir diesen süßen und  inspirierenden Post 🐧 in meinem Linkedin Feed angeschaut, obwohl das gegen meinen eigenen Rat aus Punkt 6 war.

Darum hatte ich heute genug auf der Selfcare-Seite der Waage. 
Da muss sogar der innere Roy Kent zugeben:

Damit nicht der falsche Eindruck entsteht: Ich mache dieses Programm nicht jeden Tag. Aber es ist wirklich gut zu wissen, was dir persönlich hilft, wenn du es dann brauchst. 

  • Weißt du, was dir an Tagen mit wenig Energie gut tut?
  • Welchen dieser Tipps könntest du mal wieder beherzigen? 

PS: Wenn du noch mehr wohltuende Tipps lesen möchtest, schau doch mal bei „Milk & Cookies“ rein – einem meiner Lieblings-Substacks. Dort hatte ich den Japanischen Jazz entdeckt.

Dieser Artikel erschien zuerst in meinem Newsletter.
Jeden Freitag verschicke ich liebevolle Care-Pakete  für eine Extraportion Selbstfürsorge im Alltag.
Möchtest du sie auch bekommen?


Internal Family Systems: IFS einfach erklärt

Internal Family Systems: IFS einfach erklärt

Was hilft gegen innere Konflikte und belastende Gefühle? Wie überwinde ich meinen Schweinehund ohne noch mehr Druck? Ich stelle dir die Methode vor, die mich als Psychologin, und meine Klienten, überzeugt und begeistert:…

Liebesbriefe an mich selbst

Liebesbriefe an mich selbst

In 10 Minuten zu echter innerer Ruhe: Das Ritual, das mich in unangenehmen Situationen rettet. Es hilft auch gegen Selbstzweifel und "gesammelten Weltschmerz".

Zurück in die Komfortzone - was ist Comfortzone Coaching

Zurück in die Komfortzone!

Heute knöpfe ich mir einen hartnäckigen Mythos vor! "Muss man seine Komfortzone verlassen, um zu wachsen?" – Nein, Ich trete leidenschaftlich dafür ein, uns nicht länger zu Dingen zu überwinden, die uns nicht gut tun. …

Frühlings-Müdigkeit? 7 sanfte Ideen für Tage mit wenig Energie

Frühlings-Müdigkeit? 7 sanfte Ideen für Tage mit wenig Energie

7 Strategien, die ich nutze, um miese Tage schöner zu machen. Mit wenig Aufwand, viel Wirkung… und einem süßen Pinguin 🐧

Building In Public: Mein mutigstes Selbst-Experiment

Building In Public: Mein mutigstes Selbst-Experiment

6 ermutigende Erkenntnisse aus meinem Experiment, meine Ideen und Angebote zu teilen, bevor sie fertig sind.

Trickster Energy – wecke den Schelm in dir!

Trickster Energy – wecke den Schelm in dir!

Pausen und Achtsamkeit sind gut gegen Stress – aber dein innerer Schelm, aka deine Trickster Energy, hilft dir mutig und mit einem Lachen alte Regeln zu brechen und neues zu wagen.

Sorgen effektiv unterbrechen – in nur 3 Minuten!

Sorgen effektiv unterbrechen – in nur 3 Minuten!

Überall beängstigende Nachrichten: So findest du heraus aus belastenden Gedankenschleifen und kannst wieder effektiv und zuversichtlich handeln.

Nichts tun: Deine nützlichste Fähigkeit

Nichts tun: Deine nützlichste Fähigkeit

Was wäre, wenn Nichts zu tun das Produktivste ist, das du tun kannst? Ein Gedankenspiel.

Freundlich und liebevoll nein sagen

Liebevoll Nein sagen – für mehr inneren Frieden

Nein sagen fällt uns oft schwer – dabei kann es so wohltuend sein. Für dich, deine Konzentration und deinen Seelenfrieden. Und auch für die Menschen, die dadurch lernen, was du wirklich möchtest.


1 Gedanke zu „Frühlings-Müdigkeit? 7 sanfte Ideen für Tage mit wenig Energie“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert